Bericht Trainingslager Judo

Ein schier unglaubliches Trainingspensum absolvierten 26 Teilnehmer des Speyerer Sommertrainingscamp. Die Wettkampfjudoka der Altersklassen U 12 bis U 21 trafen sich zwei Wochen lang jeden Tag morgens zum Ausdauerlauf oder Sprinttraining, Mittags zum Technik- und Taktiktraining mit anschließendem Krafttraining und abends zum Randori. Das Trainerteam Markus, Volker und Peter wollten eine bewusst hohe Belastung fahren, um die Sportler körperlichen Grenzerfahrungen auszusetzen und den Trainingseffekt positiv zu nutzen. Die erfahrenen Trainer konnten mit abwechslungsreichen Übungen und persönlicher Ansprache die Motivation hoch halten. Als zusätzliche Wochenaufgabe galt es, 50 Mal die Seile hochzuklettern (der Rekord liegt übrigens bei 93, erbracht von der jüngsten Teilnehmerin mit neun Jahren) und in der zweiten Woche mindestens 500 Würfe zu absolvieren. „Das war echt hart, aber ein tolles Gefühl, wenn man es geschafft hatte“, so eine Teilnehmerin. Die Motivation war nie ein Problem, selbst bei Temperaturen über 30 Grad. „Wir haben uns gegenseitig motiviert.“

Sehr beliebt war bei allen das gemeinsame Frühstück, das aus gesundem Müsli, frischem Obst und Vollkornbrot bestand und auch von den Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle gern und dankend angenommen wurde. Gemeinsames Aufräumen war ebenfalls Teil des Trainingsplans. „Wir wollen die Judoka zur Eigenständigkeit erziehen. Sie sollen sich selbst motivieren, Verantwortung für sich übernehmen und sich gleichzeitig als Teil eines Teams fühlen. Toll ist, dass alle dabei geblieben sind“, so Volker Heyer, der durch seine persönlichen Erfahrungen im Wettkampfsport ganz nah an den Athleten ist.
Das Judomaxx bot tolle Voraussetzungen für das Trainingscamp: gut ausgestattet mit Küche, Mattenfläche und Kraftraum, motivierte und qualifizierte Trainer sowie eine funktionierende familiäre Gemeinschaft mit helfenden Eltern. Besonders danken möchte das Trainerteam Tika Büttner, die durch ihre Kochkunst für das leibliche Wohl sorgte sowie Edda Turbanisch und Fatmire Lulzim, die beim Aufräumen unterstützten.

„Anders als im Fußball arbeiten im Judo meist ehrenamtliche Trainer, die nicht immer für ihre Sportler präsent sein können. Es ist wichtig, dass die Judoka lernen, sich selbst zu motivieren. Wir geben ihnen das Handwerkszeug mit, mit dem sie eigenständig ihre Fitness steigern. Sie haben in den zwei Wochen erfahren, was sie leisten können“, so Volker. Markus ergänzt: „Wenn sie dieses Niveau halten, haben sie enorme Vorteile denen gegenüber, die nur zwei Mal die Woche ins Training kommen.“ Die Gruppe hofft auf den Wiedereinstieg in die ersten Wettkämpfe ab September. Dafür war das Trainingslager die beste Vorbereitung. Es soll in Kurzform an Wochenenden und in den Herbstferien wiederholt werden.

14.08.2020
Mira Hofmann

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