Karate Fachbegriffe

Zum besseren Verständnis unserer Trainingskonzepte, Ziele und Werte sind folgende Fachbegriffe kurz erklärt:
  • Karate Do
  • Karate Stilrichtungen
  • Übungsformen: Kihon, Kata, Bunkai, Kumite
  • Selbstbehauptung
  • Selbstverteidigung mit Karate
  • Gewaltprävention

Karate Do
Karate Do (Der Weg der leeren Hand) ist eine in ihren Ursprüngen Jahrhunderte alte Kampfkunst zur waffenlosen Selbstverteidigung. Es ist ein Überbegriff für viele unterschiedliche Stilrichtungen und Lehren. Der Weg bedeutet, daß Karate nicht "nur" ein Wettkampfsport ist, den man nur eine begrenzte Zeit ausführen kann, sondern ein Lebensweg sein kann. Der Weg selbst ist also das Ziel.

Shotokan Karate
Shotokan Karate ist in Deutschland die am häufigsten ausgeübte Stilrichtung. Die wichtigsten Übungsformen sind Kihon, Kata, Kumite und Bunkai. Unser Trainingskonzept für Shotokan Karate geht auf Großmeister Hiroshi Shirai (9. Dan) zurück.

Kihon
Kihon wird als die Grundschule des Karate bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Trainingsform zur Übung der Karate Grundtechniken. Kihon wird wie Kata ohne Partner ausgeführt.

Kata
Kata ist eine festgelegte Abfolge von Techniken, sozusagen ein imaginärer Kampf gegen einen oder mehrere Gegner. Kata ist die ursprüngliche Übungsform des Karate Do. Seit mehreren Jahrhunderten wurden Katas von Karate Meistern an ihre Schüler überliefert. Die heutige Ausführungsform der Kata entspricht einer durch Wettkampf beeinflußten mehr oder weniger starken Abwandlung der ursprünglich überlieferten Katas. Es dominiert die Kunst des Karate.

Kumite
Kumite bedeutet Kampf gegen einen realen Gegner. Im Kumite werden die im Kihon Training gelernten Techniken mit dem Partner in festgelegter Form geübt. Während es sich zu Beginn um Kihon mit Partner handelt, werden mit zunehmender Trainingsdauer immer freiere Kumite Formen geübt, die sich mehr und mehr in einen Kampf gegeneinander entwickeln. Beim Kumite dominiert der Kampf des Karate. Allgemein helfen alle von uns gelehrten Partnertrainingsformen Ängste zu überwinden und haben daher einen stärkenden Einfluss auf Selbstbewußtsein und Persönlichkeitsentwicklung.

Bunkai
Bunkai ist der Fachbegriff für Kata Anwendung. Dabei werden die Techniken der Kata interpretiert und mit Partner in verschiedenen Formen geübt. Bunkai ist somit eine Kombination aus Kata, Shotokan Kumite und Selbstverteidigung. Das Bunkai Training setzt die Beherschung der im Kihon erlernten und in Kata und Kumite geübten Techniken voraus. Bunkai verbindet somit die 3 Grundübungsformen des Karate Do. Zusätzlich werden Selbstverteidigungselemente trainiert, die sich aus den Kata Techniken ableiten lassen. Das Bunkai Training führt somit zu einem höheren Verständnis von Karate Do.

Selbstbehauptung
Wir lehren Selbstbehauptung im Kinder-Jugendbereich nach dem altersangepaßten Konzept von Selbstverteidigungsspezialist Frank Sattler. Während Kinder zu Beginn spielerisch mit Bällen einfache Bewegungsmuster lernen, die bald die Basis für leicht anwendbare, ungefährliche Techniken mit offener Hand bilden, steht bei Jugendlichen das Thema Deeskalation im Vordergrund.

Selbstverteidigung mit Karate
Beim Shotokan-Karate trainiert man zunächst Kihon, Kata und Kumite getrennt. Beim Bunkai (=Kata Anwendung) Training werden die 3 Grundpfeiler des Karate miteinander verbunden. Bei ganzheitlichem Training verschmelzen mit zunehmender Trainingsdauer die Einzelbereiche immer mehr zur anwendbaren Kampfkunst. Das Training von Karate stärkt das Selbstvertrauen, verbessert die Körperhaltung und führt zur Auseinandersetzung mit Kampfsituationen und der Überwindung von Ängsten.
Das stiloffene Sound Karate Training im Kinder Einführungskurs beinhaltet von Beginn an Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungselemente, die behutsam an die Anwendung heranführen.

Gewaltprävention
Der JSV Speyer ist eine Gemeinschaft gegen Intoleranz und Gewalt. Auch in der Karateabteilung legen wir sehr großen Wert auf die Charakterschulung. Mit zunehmender Trainingsdauer lernen die Schüler die Karate Techniken anzuwenden, erkennen ihre Wirkung und verstehen, daß man sie nur zur Verteidigung im Ernstfall anwenden darf. Generell ist die ernsthafte Auseinandersetzung mit Kampfsitutationen förderlich für die Entwicklung von Selbstbewußtsein und Persönlichkeit. Sie führt zu einem anderen Auftreten, das die Wahrscheinlichkeit überhaupt in eine Gefahrensituation zu geraten, deutlich verringert. Allein dadurch wird Gewalt vorgebeugt.
Das Verhalten in Gefahrensituationen und Techniken zur Deeskalation wird im Rahmen des Sound Karate Kindertrainings von Beginn an mit behutsamer Heranführung unterichtet.

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