Erste Saisonniederlage für JSV-Männer am 21. Mai 2022
 
Die Männermannschaft des JSV Speyer hat am fünften Kampftag der 1. Judo-Bundesliga Süd ihre erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Beim KSV Esslingen unterlagen die Speyerer mit 5:9. Die Gastgeber hatten nach einem enttäuschenden Saisonstart eine mit vielen großen Namen gespickte Mannschaft aufgeboten, um die letzte Chance auf die Finalrundenteilnahme zu wahren. „Dass eine Spitzenmannschaft wie Esslingen vier, fünf Weltklasse-Athleten aus dem Ausland und mehrere deutsche Top-Kämpfer aufbietet, um gegen uns zu gewinnen, zeigt natürlich, wie viel Respekt man vor uns hat. Dass gegen eine solche Mannschaft ein 5:9 zustande kommt, ist aller Ehren wert“, so Speyers Teamchef Michael Görgen-Sprau.
 
Nach einem souveränen Sieg von Speyers Onise Bughadze im Auftaktkampf gegen den deutschen Top-Schwergewichtler Sven Heinle musste der JSV vier Kämpfe in Serie abgeben, doch es war alles andere als ein Durchmarsch für den Favoriten. Gleich zu Beginn des zweiten Kampfes gab es großes Drama, als Speyers Erik Seith, eine Gewichtsklasse höher als gewohnt antretend, seinen klar favorisierten Gegner Schamil Dzavbatyrov werfen konnte, und zwar voll auf den Rücken, so dass es Ippon hätte geben müssen, waren sich alle auf Speyerer Seite sicher. Doch die Kampfrichter sahen das anders und so gab es nur Wazaari. Der Favorit konnte sich von diesem Schock erholen und den Kampf noch zu seinem Gunsten drehen und mit zwei Wertungen für sich entscheiden.
 
Auch Patrick Schmidt konnte gegen einen hoch favorisierten Gegner – Europameister Michael Korrell aus den Niederlanden – ein großes Ausrufezeichen setzten und in Führung gehen. Doch auch hier drehte der Favorit den Spieß um und siegte, allerdings erst im Golden Score. In den folgenden Kämpfen hatten Til Braunbach und Franz Haettich der Überlegenheit ihrer Gegner wenig entgegen zu setzen, und so drohte beim Stande von 1:4 eine frühe Vorentscheidung. Doch Philipp Müller und Irakli Kupatadze verhinderten dies, indem sie jeweils in langen, engen und harten Kämpfen in der Verlängerung die Oberhand behielten und zum 3:4-Pausenstand verkürzten. Entsprechend optimistisch und kämpferisch war die Stimmung in der Speyerer Kabine zu Halbzeit. Doch schon im ersten Kampf nach der Pause gab es einen empfindlichen Dämpfer: Onise Bughadze musste sich gegen den Olympia-Medaillengewinner Dmitri Peters im Bodenkampf geschlagen geben, und danach ging es ganz schnell mit vier weiteren Siegen für Esslingen. Nur Müller und Kupatadze konnten ihre Kraftakte aus dem ersten Durchgang wiederholen und den Rückstand auf 5:9 verkürzen.
 
„Trotz der ganzen großen Namen, die Esslingen aufgefahren hat, wäre mit etwas Glück des Tüchtigen sogar ein Unentschieden drin gewesen. Hätten wir im ersten Durchgang einen Punkt mehr geholt – was in zwei Kämpfen durchaus möglich gewesen wäre – hätte das die Ausgangslage für den zweiten Durchgang deutlich verändert“ so die Einschätzung von Michael Görgen-Sprau.
 
Für den JSV gibt es nun – ebenso wie für alle anderen Mannschaften in der Liga, eine dreiwöchige Pause, bevor der nächste Kampftag ansteht. Am 18. Juni  empfangen die Speyerer den VfL Sindelfingen und sie wollen mit einem Heimsieg den zweiten Tabellenplatz angreifen, den aktuell der JC Leipzig aufgrund der knapp besseren Unterbewertung innehat. Hilfreich für dieses Vorhaben wäre es, wenn bis dahin der einen oder andere aktuell verletzte Kämpfer wieder zur Verfügung stehen würde.
 
Seán McGinley

Erfolgreiches Heim-Comeback der Speyerer Judo-Frauen
 
Im ersten Heimkampf der Saison und erstmals seit drei Jahren ohne Zuschauerbegrenzung haben die Frauen des JSV Speyer einen klaren 10:-4-Sieg gegen den BC Karlsruhe gefeiert. Die Speyerer Punkte holten jeweils zweimal Nadja Bazynski und Jasmin Grabowski sowie die drei Niederländerinnen Amber Gersjes (zweimal), Hilde Jager und Geke van den Berg, außerdem Bertille Murphy und Elisa Marie Heeb, die nach einer Niederlage im ersten Durchgang sich im zweiten erfolgreich revanchieren konnte.
 
„Wir sind rundherum sehr zufrieden mit dem Ausgang des Kampfes, mit der Stimmung in der Halle, der Zuschauerkulisse und auch mit dem Zusammenhalt in unserem Team, obwohl wir dieses Mal nicht so viele waren, weil die zweite Mannschaft gleichzeitig gekämpft hat“, bilanziert Speyers Teamchefin Barbara Bandel. Besonders begeistert war Barbara Bandel von dem erneuten starken Auftritt von Ambers Gersjes, die in einem ihrer Kämpfe nach einer langen Behandlungspause wegen einer blutenden Wunde direkt mit voller Power wieder loslegte und den Kampf schnell für sich entschied. Große Freude herrschte auch darüber, dass Jasmin Grabowski erstmals in dieser Saison wieder dabei war. Sie hatte es mit der einzigen ausländischen Kämpferin der Gäste zu tun und ließ dieser zweimal keine Chance.
 
Einziger Wermutstropfen aus Speyer Sicht war, dass Joya Blöcher im letzten Kampf des ersten Durchgangs bei einer Würgetechnik ihrer Gegnerin nicht rechtzeitig abschlagen konnte und ohnmächtig wurde, sodass sie entsprechend dem Reglement im zweiten Durchgang nicht kämpfen durfte und Speyer mangels anderer Kämpferinnen in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm diesen Kampf abgeben musste.
 
Mit diesem Sieg hat sich Speyer auf den zweiten Tabellenplatz vorgeschoben. Der nächste Kampftag ist am 2. Juli, dann treffen die JSV-Frauen zu Hause auf den JC Bottrop.
 
Seán McGinley

2. Bundesliga Frauen: eine Niederlage, ein Sieg
 
Zeitgleich mit der 1. Liga Frauen in Speyer und der 1. Liga Männer in Esslingen kämpfte die Mannschaft der 2. Liga Frauen in Eltmann. Ein kleines, aber feines Team ging sehr motiviert in den Kampf. Da Speyer die Gewichtsklassen -48 kg und -52 kg nicht besetzen konnte, verlor die Mannschaft 2:5 gegen Altenfurt. Punkte machten Vanessa Benkert und Corinna Bayer. Jede der Kämpferinnen kam zum Einsatz außer Emmely Albrecht, die wegen Knieprobleme im Trainingsrückstand war. Die Begegnung mit dem Gastgeber Eltmann war „sehr nett und herzlich“, wie Betreuerin und Kämpferin Vanessa Benkert berichtete. Nicht nur, weil Speyer4:3 gewann, sondern weil es der Verein von Bundesliga-Kämpfer David Riedl ist und man viele Judoka kannte und sich über ein Wiedersehen freute. Die vier Punkte machten Corinna Bayer, Hannah Burkhard, Monique Kedinger und Mona Kohlbacher. Miriam Kost war Fahrerin, Emmely Albrecht Fotografin. Für den 3. Kampftag am 24. September geben den 1. SC Gröbenzell wünschte sich Vanessa gern eine größeres Team. Zurück in Speyer wartete ein leckeres Buffet auf alle Mannschaften, bevor die Männer nach Mannheim zum Feiern fuhren, unterstützt von Alex, Liv und Catalina. Sie waren erst in der Morgendämmerung zuhause und wenige Stunden später schon wieder auf der Matte: bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften.


 

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