Bundesliga Männer am 2. April: 2. Kampftag – 2. Sieg

„Das wird knapp“, prognostizierte Teamchef Michael Görgen-Sprau noch einen Tag vor dem Kampf. „Vor dem 1. JT Heidelberg/Mannheim haben wir Respekt, die Begegnungen waren oft hart umkämpft“. Doch das Ergebnis war alles andere als knapp, am Ende siegte Speyer mit 13:1, was auch daran lag, dass der Gegner nicht seine stärksten Leute setzen konnte. Die 20 Mann starke Speyerer Mannschaft beeindruckte von Anfang an in der heimischen Halle durch Kampfgeist und Teamspirit, unterstützt von den zahlreichen Fans, Familien und Helfern, die das Judomaxx nach langer Zeit wieder zum Beben brachten. Mit jedem Punkt für Speyer wurde die Stimmung gelöster, die Lautstärke größer, die Stimmen heiserer. Den ersten Ippon holte Philip Müller (-73 kg) nach nicht einmal der halben Kampfzeit. Franz Haettich (-90 kg) ging in die Verlängerung, siegte aber schließlich ebenfalls mit Ippon. Neuzugang Felix Bächle (17 Jahre alt, -60 kg) brauchte ganze 24 Sekunden für seinen Ippon. Spätestens jetzt war die Stimmung in der Halle auf Speyerer Seite grandios. Der Ippon von Georgier Onise Bughadze (+100 kg) kam erwartet, ihm folgten Patrick Schmidt (-100 kg) und Giga Gigauri (-81 kg). Den einzigen Kampf abgeben musste der 18-Jährige Samuel Mendel (JSV) nach vier Minuten. „Aber er hat gekämpft wie ein Bär, gegen den erfahrensten Athleten von Heidelberg/Mannheim. Echt stark!“, ist Görgen-Sprau begeistert. Mit der deutlichen 6:1-Führung konnte Speyer entspannt in die Pause gehen, die der Teamchef nutzte, um fast jede Gewichtsklasse neu zu besetzen.

Der Deutsche Meister Michel Adam (-73 kg), der immer noch eine Verletzung auskuriert, bekam in der zweiten Runde seine Chance, die er gut nutzte: Ippon. Franz Haettich wiederholte seinen Sieg von der Hinrunde, aber in kürzerer Zeit. Nach Tobias Teucke (-60 kg, Ippon) ging Veteran Markus Sturm (+ 100 kg) auf die Matte. Kaum hatte er gepunktet, schnappte er sich das Mikrofon und kommentierte weiterhin souverän und fachkundig die Auftritte seiner Teamkollegen. Der 17jährige Pierre Ederer (-100 kg) brauchte keine zwei Minuten für seinen Ippon, Yves-Michel Touna (-81 kg) etwas mehr als drei Minuten. Die Ippon-Serie riss einfach nicht ab, und auch der letzte Kämpfer, der eine Gewichtsklasse höher gestellte Georgier Irakli Kupatadze (-66 kg) brachte den Punkt für Speyer. Gestärkt können die Speyerer jetzt entspannen, bis es im Mai gegen starke Gegner auswärts weitergeht: Am 7. Mai in Rüsselsheim startet Speyer nicht unbedingt als Favorit und am 14. Mai in Esslingen, das zu den Top Teams gehört.

Richtigstellung: Markus Sturm hat nicht die Absicht, aufzuhören. Das war ein Missverständnis und sorgte in der Zeitung für Verwirrung. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

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