Landesleistungszentrum

Von der Kellersporthalle zum Landesleistungszentrum: Sportliche Entwicklungen im Judomaxx

Vor mehr als fünf Jahren, im Dezember 2011, stand der Umzug von der Kellersporthalle des Hans-Purrmann-Gymnasiums ins neu eröffnete Judomaxx an. So viel Platz, nie mehr Matten aufbauen, eigener Kraftraum, geräumige Umkleiden … für die Judoka ging ein Traum in Erfüllung. Seitdem schrieb der Judo-Sportverein Geschichte:

Wiederholter Aufstieg der Männer in die 1. Bundesliga (und Abstieg in die 2. Liga), Platzierungen bei Deutschen und Europäischen Meisterschaften, Bronze und Gold bei der Golden League, Ausrichtung von Turnieren, tägliche Trainingsmöglichkeiten,… Speyer hat sich über die Pfalz hinaus einen Namen im Judoland Deutschland gemacht. Die Domstadt ist Anziehungspunkt für Judoka aus dem Saarland, Hessen, dem Rheinland und Baden-Württemberg. Während die Judo-Männer vor allem mit Kämpfern aus dem eigenen Haus am Übergang von der 2. in die 1. Liga stehen, wird die Frauen-Mannschaft noch durch Kämpferinnen von außen unterstützt. Um die „Zugpferde“ Jasmin Külbs und Barbara Bandel baute Teamchefin Nadine Lautenschläger eine so sympathische Truppe auf, dass der Gemeinschaftssinn fast noch mehr zum Aushängeschild wurde als internationale Erfolge.

Weltklasse-Kämpferinnen kommen auf den JSV zu und fragen, ob sie für uns kämpfen dürfen. Um Teil der Gemeinschaft zu werden, verzichten sie auf hohe Prämien, die in manch anderen Vereinen bezahlt werden. Diese starke Mannschaft, die sich regelmäßig in Speyer trifft, hier gemeinsam trainiert und durch ihren Teamgeist und die gute Stimmung auffällt, ist Vorbild für Nachwuchs-Kämpferinnen. Das langfristige Ziel besteht darin, die Bundesliga-Mannschaftslisten hauptsächlich mit Speyerer Kämpferinnen zu füllen, die nicht nur dabei sind, sondern auch Punkte einbringen. „Das ist entscheidend, damit wir uns sowohl im Deutschen Judobund als auch international einen Namen machen“, so Vorstandsvorsitzender Michael Görgen-Sprau.

Voraussetzung für die weitere Erfolgsgeschichte des JSV ist einerseits eine solide Grundlagenausbildung, wie sie Cheftrainer Ferenc Nemeth garantiert, andererseits eine breite Basis an jungen Judoka mit Entwicklungspotenzial. Seinen Nachwuchs zieht sich der JSV selbst heran. Die Bewegungsförderung beginnt schon im Alter von einem Jahr im Eltern-Kind-Turnen, ab drei Jahren lernen die Teilnehmer neben allgemeinen Sportspielen auch Regelverständnis, Toleranz und Hilfsbereitschaft. Wenn sie sechs Jahre alt sind, rutschen alle „Turntiger“ in den Judo-Anfängerkurs, der zwei Mal im Jahr mit 40 Kindern und mehr startet. Nachwuchssorgen kennt der Verein nicht.

Diese optimalen Voraussetzungen hat auch der Bundestrainer der männlichen U 18, Bruno Tsafack, erkannt. Er kommt, soweit es sein Terminplan zulässt und leitet das Stützpunkttraining. Aufbauend auf dem soliden Fundament, das Ferenc Nemeth, Manfred Dreiseitl, Peter Lichtmannegger und weitere Trainer über Jahre hinweg gelegt haben, nutzt der Bundestrainer die Möglichkeiten, die das Judomaxx bietet. Er will Athleten aus der Region ansprechen, auch diejenigen, die nicht im Bundeskader sind. Die JSV-Kämpfer erhalten dadurch eine weitere Möglichkeit, sich mit anderen zu messen und zu trainieren. Denn wenn man weiterkommen will, muss man mit starken Partnern kämpfen. Neben den erweiterten Trainingsmöglichkeiten, die spezielle Einheiten von Ferenc, Nadine und Bruno bieten, schätzen es die Sportler, auch mal auswärts zu trainieren. Strasbourg ist ein regelmäßig angefahrenes Ziel für Randoris, oder auch Heidelberg.

Doch nicht nur der Sport zählt: „Natürlich ist man ambitioniert, Erfolg im Judo zu haben, aber man darf darüber nicht vergessen, dass man auch noch ein soziales Umfeld hat“, so Leander Riegert. Dieses soziale Umfeld zeichnet Speyer aus. Nach der Schule stehen auch bei ambitionierten Sportlern Ausbildung und Beruf im Fokus. Hier hat Speyer gegenüber den Bundesstützpunkten wie München, Hannover oder Köln Standortnachteile. Gerade in der U 21 brechen einige Talente weg. So wird es für Speyer schwieriger, das Niveau der 1. Liga zu halten. Der legendäre Teamgeist der JSV-Familie jedoch macht das fast wieder wett.

Judomaxx
Butenschönstr. 8
67346 Speyer

06232-980461


Impressum

06232-980462


Links