40 Pfälzer Judoka beim internationalen Lehrgang in Langatte/Frankreich

Nachdem sich die erste Überraschung aufgrund der sehr einfachen Hütten gelegt hatte, und wichtige Kleinigkeiten wie Bettwäsche oder Trinkwasser von mitgefahrenen Eltern organsiert worden war, konnten sich die Teilnehmer ganz aufs Judo und das schöne Wetter konzentrieren. In freundschaftlicher Atmosphäre trainierten rund 80 Kinder aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg sowie rund ein Dutzend Trainer zusammen. Die Eltern lobten die Disziplin selbst der jüngsten Teilnehmer, die morgens um 7 Uhr pünktlich zum Joggen antraten, die Trainer genossen den Austausch auf Augenhöhe untereinander, und alle zusammen zeigten Teamgeist beim Pyramide bauen im Schwimmbad oder beim Stand up Paddling auf dem Badesee. Das „Miteinander“ spielte eine große Rolle: die Großen achteten auf die Kleinen, Weltmeister trainierten mit Anfängern zusammen, Sprachbarrieren gab es kaum, denn die große Klammer Judo hielt alle zusammen - ganz im Sinne der Interreg-Idee (Europa erleben) und er traditionellen Judo-Werte. Die Umsetzung war so gut gelungen, dass eine Fortsetzung geplant ist.  Einzig die Formalitäten brachten die Verantwortlichen an ihre Grenzen: Foto-Einverständniserklärungen, Teilnehmerlisten, Eltern-Zustimmungen, Fahrtkostenabrechnung, Ehrenamtsauflistungen und Unterschriften der Verantwortlichen: so viel Bürokratie verdarb einem fast den ganzen Spaß. Vielen Dank an alle Trainer, vor allem Markus Kost, an alle Eltern, Judoka und die Organisatoren!

Dieser Lehrgang wird auch Teil des „Projektbegleitausschusses“ des Interreg-Projekts sein, der am kommenden Montag in Luxemburg tagen wird. Alle Partner müssen dann Rechenschaft ablegen über die durchgeführten Maßnahmen und ob die Kennzahlen erreicht worden sind. Wir sind sicher, dass die teilnehmenden Kinder, Eltern, Judoka, Mitarbeiter und Ehrenamtlichen von den internationalen Maßnahmen und dem Austausch untereinander profitieren, in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden und andere Lebenswelten kennenlernen. Mit dieser Zuversicht gelingt es leichter, den schier unüberschaubar scheinenden Bürokratie-Berg zu überwinden.

Der Judo-Sportverein ist in einem zweiten EU-Projekt involviert: Die „Starken Mädchen“ sind ein Micro-Projekt innerhalb  des EU-Projekts „Jugend stärken im Quartier“, das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) bezuschusst wird. Am vergangenen Donnerstag gab es im Rathaus eine Abschlusskonferenz zur ersten Projektphase, die ebenfalls den enorm hohen bürokratischen Aufwand verdeutlichte, den die Stadt Speyer zusammen mit den sog. Weiterleitungsträgern VfBB und Caritas betreiben muss. Auch hier waren sich die Akteure einig, dass sich der Aufwand lohnt, wenn man sieht, welche Projekte dadurch umgesetzt werden können. Die „Starken Mädchen“ sind ebenso Teil davon wie ein Musikprojekt, ein Fußballprojekt und andere Aktionen, die sich an junge Menschen zwischen 12 und 26 Jahren wenden.

27.09.2018

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