Heiner-Sprau-Nachwuchsturnier

100 junge Judoka, 250 Eltern, 50 Helfer: Das Judomaxx war zum Heiner-Sprau-Nachwuchsturnier am Sonntag, 1. März, gut besucht. Gewinner waren alle, Verlierer keiner bei diesem Turnier für die Judo-Jüngsten. Vereinsvorsitzender Michael Görgen-Sprau erläuterte an diesem Tag als Moderator, worum es ging. Judo-Anfänger mit weißem oder gelbem Gürtel aus dem Verein oder aus einer der Judo-AGs der Kooperationen zwischen Schule und Verein sollten ohne Druck erste Wettkampferfahrungen sammeln. Er betonte den Olympia-Grundsatz „Dabei sein ist alles“ und erläuterte den Eltern, wie viel Mut es mitunter kosten kann, sich seinen Ängsten zu stellen und auf die Matte zu gehen, um zum Kampf anzutreten. Und nachdem man verloren hat, wieder anzutreten. Und noch einmal. Er forderte Applaus für diejenigen Kinder, die mehrmals verloren, aber trotzdem nicht aufgaben. Auch die traditionellen Judo-Werte wie Freundschaft, Mut und Hilfsbereitschaft erklärte er noch einmal. Viel deutlicher als die Worte des Vorsitzenden zeigten es die Kinder: Als sich ein Teilnehmer leicht verletzte und trotzdem kämpfte, meinten die anderen aus seinem Pool (die eigentlich seine Gegner waren): „Dann machen wir nicht so fest, damit du dir nicht weh tust“. Wer schließlich die Goldmedaille bekam, war dann unwichtig. In Erinnerung bleiben die Fairness und der Teamgeist.

Tränen über einen 2. oder 3. Platz gab es trotzdem. Gemeinsam gelang es den Mattenbetreuern (die oft nicht viel älter waren als die Kämpfer), den Eltern und Trainern, zu trösten und zu motivieren. Motiviert, zuverlässig und sehr verantwortungsbewusst war auch die Besetzung der Kampfrichtertische. Die Judoka der Altersklasse der U15, die schon eigene Wettkampferfahrungen auch außerhalb des Vereins hatten, übernahmen es, Listen zu führen, Zeiten zu stoppen und die nächsten Kämpfer aufzurufen. Die Erwachsenen mischten sich kaum ein, sondern ließen die Jugend machen. „Das war ganz in Heiners Sinn“, meinte dessen Witwe Elke. Denn das Nachwuchsturnier wird im Gedenken an den früheren Vorsitzenden Heiner Sprau durchgeführt, der als Sportler und Pädagoge stets die Jugend im Blick hatte. Er war dafür, Jugendlichen Verantwortung zu übertragen, Fairness vorzuleben und den Verein als familiäre Gemeinschaft zu führen. Auch sieben Jahre nach seinem unerwarteten Tod ist dieser Anspruch aktuell, und dem Judo-Sportverein gelingt es, wichtige Werte zu vermitteln.

Auch sportlich hatte das Turnier einiges zu bieten. Es gab aktives, lebendiges Judo zu sehen, viele verschiedene Techniken, überraschende Angriffe und gekonterte Gegenmanöver. „Das hat auch enorme Auswirkungen aufs Training“, weiß Trainerin Alex Schölch: „Die Kinder sind viel motivierter, wollen mehr lernen und freuen sich auf den nächsten Wettkampf.“ Die Gelegenheit ergibt sich am 20. März, wenn der JSV zum befreundeten Partner-Verein nach Drulingen/Frankreich fährt.

Der Tag war deswegen rundum gelungen, weil viele ehrenamtlichen Helfer dazu beitrugen:

Steffi Wollensah, die Wochen vorher Ausschreibung, Anmeldung, Urkunden, Medaillen und Listen vorbereitete und am Turniertag in aller Ruhe die Fäden in der Hand hielt. Anni Schembs, die bei der Anmeldung und der Turnierleitung unterstützte.

Michael Görgen-Sprau, der als Moderator durch den Tag führte, und dem es gelang, alle Sportler und Zuschauer von den Judo-Werten zu überzeugen.

Markus Kost, der zwar gleichzeitig in Leipzig auf den Deutschen Meisterschaften war, dessen Trainingsgruppe aber fast geschlossen an den Kampfrichtertischen aushalf: Vanessa Adam, Julia Holstein, Özlem und Shahin Gülmez, Samuel Mendel, Joshua Schlüter, Antonia Büttner, Ben und Annika Schulte, Laurids Leupolt, Philipp Gebert.

Michael Hoffmann, Nora Schlüter, Alesia Büttner, Leo Sprau und Babette Wegeler, die mit viel Empathie die Kinder am Mattenrand betreuten.

Die Kampfrichter Luca Bößer, Max Hampel und David Fuhrer, die mit Erfahrung, Ruhe und Sympathie die Wettkampfregeln umsetzten.

Alex Schölch, Philipp Loos und Luca Bößer, die schon mit ihrem Aufwärmtraining gute Stimmung und Teamgeist verbreiteten und den Eltern mit einem Schau-Kampf die Regeln erläuterten.

Gerlinde Görgen und Elke Sprau, die im Hintergrund alles im Blick hatten und offene Ohren für (fast) jedes Problem.

Gaby Meier, die Heiners Idee der familiären Vereinsgemeinschaft erläuterte und die Finanzen im Griff hatte.

Catalina Olave Munoz, Vanessa und Andreas Benkert, die eine beeindruckende Siegerehrung vornahmen.

Hüsniye Gülmez, Dahlia Rahmoun, Beate Stark, Mahtab Rastin, Marei Drixler, Sabine Schulte, Mira Weinschütz, Stefan Werner, Kerstin Mache, Doro Wagner, Elke Leupold, Jürgen Backof, die in der Küche und im Verkauf alles im Griff hatten (sogar die vielen, vielen selbst gebackenen Kuchen).

Danke an alle Trainer, Übungsleiter, Helfer, Eltern, den Jugendvorstand, den Vereinsausschuss und den Vorstand, die während des gesamten Jahres und an diesem Tag im Besonderen zeigen, was den Judo-Sportverein Speyer ausmacht.

05.03.2020
 

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