Sommerfreizeit Dipoldsburg 2019

Nach einer pünktlichen Abfahrt vom Judomaxx, aber einigen Staus erreichten wir, insgesamt 42 Kinder und Betreuer, mit etwas Verspätung und voller Vorfreude das Freizeitheim Diepoldsburg. Nachdem wir die Zimmer aufgeteilt, bezogen und noch einige Matratzen zusätzlich in die Zimmer gelegt hatten, dass alle Freunde gemeinsam in einem Zimmer waren, begannen wir mit ein paar Kennenlernspielen. Hier durften die jüngeren Betreuer ihr Können unter Beweis stellen und die gemeinsamen Spiele anleiten. Nach dem Abendessen und Besprechung der Regeln für die kommende Woche spielten wir noch alle zusammen im Stuhlkreis. Die erste Nacht war noch etwas unruhig, denn alle waren aufgeregt und da wir nachmittags ankamen, war auch niemand so richtig müde. Das änderte sich jedoch schon mit dem folgenden Tag.
Zunächst mussten wir ermitteln, denn es gab einen Süßigkeitendieb! Die Kinder aufgeteilt in Spurensicherung, Tatortsicherung, Befragungsteam und Profilingteam bastelten sich Ausweise und T-Shirts und machten sich ans Werk. Es gab schon einige Indizien, aber Beweise, um einen Täter zu überführen, fehlten noch. Nach dem Mittagessen folgten Staffelspiele, bei denen sich nichts geschenkt wurde, denn es ging schließlich darum, wer sich beim Abendessen zuerst Essen nehmen durfte! Nach aufregenden Spielen und aufgeheizten Emotionen konnte Team Blau den Sieg davontragen. Und schon wieder wurden Süßigkeiten gestohlen! Es wurde wieder ermittelt, der Kreis der Verdächtigen schrumpfte auf drei: Tom, Robin, Pia. Abends stand noch der allseits bekannte und beliebte Casino-Abend an, bei dem jeder schick angezogen kommen musste. Nach einem so anstrengenden Tag fielen die meisten Kinder müde ins Bett. Am folgenden Tag fuhren wir ins Schwimmbad. Durch die vielen Rutschen, einem Wellenbad, einem Strudel, Sprungbrettern bis 5 Meter verging der Aufenthalt wie im Flug. Abends schauten wir, alle schon sehr müde, zum Abschluss des Tages einen Film.

Am Mittwochmorgen nutzen wir das weitläufige Gelände für das Geländespiel "Räuber und Gendarm", das wir so auch noch nie gespielt hatten. Anschließend musste wieder ermittelt werden und jetzt wurde der entscheidende Hinweis gefunden! Eine Nachricht des Täters. Auf Grund von Schriftproben konnte die Täterin ermittelt werden: Pia! Nach einem Verhör gestand sie alles. Jedoch waren sich die Kinder einig: Es gibt noch einen Täter. Wie sich herausstellte, hatten sie Recht, konnten diesen Täter aber nicht mehr auf der Freizeit stellen. Nach dem Mittagessen wurde nach langer Diskussion der Betreuer untereinander das Hausspiel gespielt. Es hatte den Kindern viel Spaß bereitet, schon deshalb, weil auch Betreuer mitspielten und geschlagen wurden. Letztlich waren wir froh, das Spiel doch gespielt zu haben. Am Abend stand der "Bunte Abend" auf dem Programm, hierfür hatten alle Zimmer die ganze Woche Zeit, sich jeweils ein Spiel zu überlegen. Der Name war tatsächlich Programm: Reise nach Jerusalem, Gruppen-Pantomime, Völkerball, eine Geschichte wurde erzählt, jeder musste drei Eigenschaften über sich preisgeben usw.

Der Donnerstag war unser letzter ganze Tag. Wir begannen mit "Capture the flag". Eigentlich wollten wir auch auf das Spiel verzichten, es wurde sich aber von vielen Kindern gewünscht. Wie auch beim Hausspiel war es eine gute Entscheidung, das Spiel doch zu spielen: es wurde kaum diskutiert, viel gerannt, gerufen, Taktiken überlegt, es flossen fast keine Tränen - wir hatten sehr viel Spaß. Schon fix und fertig gingen wir in die Mittagspause, dabei war der Tag noch lang: Es folgten Wasserspiele mit einer 25 Meter langen Wasserrutsche und eine anschließende Wasser- und Rasierschaumschlacht. Wie es sich gehört, sammelten alle zusammen - Betreuer und Kinder - den entstandenen Müll auf. Abends folgte der Mädchen- und Jungsabend. Die Mädchen und Jungs waren jeweils unter sich. Die Mädchen schminkten sich, machten sich die Haare, tranken Kaba und die Jungs spielten auf verschiedenen Konsolen, spielten Tischkicker und tranken Karamalz. Der Abschluss bildete die Nachtwanderung. Zuvor wurde eine Geschichte über einen Puppenfriedhof im Wald erzählt und anschließend gingen die Kinder in Gruppen in den Wald. Je älter die Kinder in den Gruppen waren, desto gruseliger wurde es: Skelette, Puppen, eine Säge, Leute, die erschrecken, und Personen, die heimlich nach Beinen greifen. Diese Nachtwanderung werden einige nicht mehr so schnell vergessen.
Am Folgetag räumten wir schnell auf und machten uns wieder auf den Heimweg.

Es war eine hervorragende Woche, wir hatten tolles Wetter, Betreuer und Kinder verstanden sich und jeder hatte unheimlich viel Spaß. Umso trauriger sind wir, dass die diesjährige Freizeit schon wieder vorbei ist und freuen uns schon voller Vorfreude auf nächstes Jahr. Für die Freizeit sind bereits jetzt schon wieder 39 Leute angemeldet!

02.08.2019
Manuel Queisser

Judomaxx
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