Speyerer Männer feiern Aufstieg in die 1. Bundesliga
Klarer 11:3-Sieg in Backnang besiegelt Rückkehr ins Oberhaus



Patrick Striegel

Die Männer des JSV Speyer kehren nach dreijähriger Abstinenz in die 1. Judo-Bundesliga zurück. Nach einem klaren 11:3-Sieg bei der TSG Backnang liegt die Speyerer Mannschaft mit fünf Siegen in fünf Kämpfen auf Platz eins der 2. Bundesliga Süd und hat fünf Punkte Vorsprung auf Tabellenrang vier. Angesichts von drei Aufstiegplätzen und nur noch zwei ausstehenden Kampftagen ist dem JSV der Sprung ins Oberhaus somit nicht mehr zu nehmen.

„Ein traumhaftes Ergebnis – das war so absolut nicht zu erwarten“, schwärmte Teamchef Michael Görgen-Sprau, der einen ganzen engen Kampfverlauf erwartet hatte. Stattdessen übernahmen die Speyerer von Anfang an das Kommando. Simon Glockner gewann den ersten Kampf gegen Vitalij Fuhrmann, und anschließend besiegte Michael Bantle den für Backnang startenden Italiener Daniel Lombardo kurz vor Schluss mit einer Kontertechnik – es war der erste Bundesligasieg für das JSV-Eigengewächs.
Im dritten Kampf war es mit Patrick Striegel ein weiterer Speyerer aus den eigenen Reihen des JSV, der in der Verlängerung seinen Kampf gewann und somit um 3:0 stellte. Andreas Benkert, Giga Gigauri und Ciril Grossklauss erhöhten auf 6:0, bevor Joey Gohr bei seinem Bundesligadebüt den Kampf abgeben musste zum 6:1-Halbzeitstand aus Speyerer Sicht.

Michael Bantle

„Beeindruckend war, dass es trotz der drei Wechsel im zweiten Durchgang fast genauso lief“, resümierte Michael Görgen-Sprau. Zwar konnte Bantle sein Kunststück aus dem ersten Durchgang nicht wiederholen und musste den zweiten Kampf an Lombardi abgeben, doch Glockner und Grossklaus holten ihre zweiten Punkte – wobei Letzterer stärker gefordert wurde als er wohl erwartet hat, und die eingewechselten Marco Zimmermann, Onise Bughadze und Sebastian Schmitt entschieden ihre Kämpfe ebenfalls für sich.

Damit gingen vier Punkte auf das Konto Speyerer Eigengewächse – obwohl gleich mehrere von ihnen in den Tagen vor dem Kampf krankheits- oder verletzungsbedingt gebeutelt waren. „Ich hatte wirklich die Befürchtung, dass heute der Wurm drin ist, weil gerade unsere eigenen Leute nicht da stehen, wo sie sein wollten. Aber sie haben das Gegenteil bewiesen“, freut sich der Teamchef und fügt hinzu: „Letzte Saison hatten wir wirklich viel Pech in knappen Kämpfen. Jetzt läuft es anders – ich würde nicht von Glück sprechen, aber wir haben uns die Erfolge verdient und erzwungen. Jetzt kommen noch zwei harte Brocken in den verbliebenen Saisonkämpfen, aber mit der Tabellensituation nach diesem Kampftag haben wir eine gute Ausgangslage.“

Seán McGinley
11.09.2017
 

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